Polizeitheater 

Vielleicht habt ihr es schon gemerkt – ich hab zu tun 😃 , also habe ich in dieser Woche nicht so viel geschrieben. Ich bin jetzt ziemlich eingespannt – es geht jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 7-13 Uhr zur Schule und jeden Nachmittag von 14.30 – 17.30 Uhr bin ich dann im CEIPAR (die kirchliche Einrichtung), wo ich den Kindern bei den Hausaufgaben helfe. 

Es sind also ungefähr 33 Stunden pro Woche, die ich bei den Kindern bin, dazu kommt die Anfahrt, die hier zeitlich schwer kalkulierbar ist (Fahrpläne scheint es nicht zu geben und trotzdem erwartet man natürlich von einem Deutschen das höchste Maß an Pünktlichkeit…) Wobei bei den Hausaufgaben helfen immer etwas schwierig ist, weil es oftmals einfache Abschreib- und Abmal-Aufgaben sind, bei denen ich nicht besonders viel helfen kann. Lieber spiele ich dann mit denen, die fertig sind, oder dies behaupten, Fußball 😃 Ich kontrolliere das nicht groß, weil ich ja auch immer viel lieber Fußball gespielt habe als über meinen Büchern zu sitzen! 

Trotzdem wird der gute Fernando immer gerufen, wenn es Probleme mit der englischen Sprache gibt. Ich finde das einerseits ganz lustig, aber auf der anderen Seite ist es auch traurig, denn von der Weltsprache Englisch existieren in Ecuador nur geringe Grundkenntnisse. In der Schule werden dagegen in der 3. Klasse biotische und abiotische Faktoren gelehrt. 

Am heutigen Freitag war die Polizei in der Schule und hat ein Puppentheater aufgeführt. Dies galt der frühen Sensibilisierung der Kinder gegenüber den Gefahren des Cotopaxi und Raubüberfällen und wie man diesen aus dem Weg geht. 

200 Kinder saßen also im Halbkreis um das Puppentheater herum, während die Lehrer hinten Wache standen. Sobald auch nur einer anfing zu quatschen oder sich groß zu bewegen – Zack – schnellte ein Lehrer hin und schlug den ‚Aufstand‘ nieder. Und ich war einer dieser ‚Lehrer‘, die zu Spezialkräften im Kampf gegen die Unruhe wurden. 😀 

Ich wohne jetzt in der Fundacion, wo ich zu Beginn auch das Einführungsseminar mit den anderen Freiwilligen hatte. Die anderen wohnen nun bei ihren Gastfamilien, ich denke, ich werde hier eine Weile wohnen bleiben und ganz vielleicht sogar das ganze Jahr. Das meinte jedenfalls meine Mentorin Virginia zu mir. Ganz einfach ist es nicht – ich hatte mich sehr auf eine Gastfamilie mit Gastgeschwistern gefreut und ich muss mich auf sehr viel Ungewohntes einlassen, aber ich denke, das bekomme ich hin. Mal gucken was die Zeit noch so bringt 🙂 

    
    
    
 

Ein Gedanke zu “Polizeitheater 

  1. Bine

    Dieses Foto von dem kleinen Ecuadorianer am Schultisch hat mir sehr gefallen. Große, wache Augen, wißbegierig weit aufgerissen…Und noch Krümel am Mund vom Frühstück. Ein schöner Eindruck von den Menschen in diesem Land.

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