Ausflug auf 4500m Höhe 

Da ich ja in der Fundacion lebe und hier immer mal wieder Freiwillige sind, die noch eine Nacht oder ein Wochenende übernachten und dann in ihre Gastfamilien gehen oder zurück in die Heimat fliegen, habe ich es mit verschiedensten Leuten zu tun. Mal war ein Amerikaner eine Nacht hier, dann zwei Deutsche und zwei Tschechen. Am Wochenende schnappte ich mir dann Martina, die aus Tschechien kommt, aber in Griechenland lebt, und machte mich mit ihr auf den Weg zum Pichincha. Das ist ein 4690 m hoher Vulkan bei Quito. Mit den Bussen ging es in Richtung TeriferiQo (Seilbahn), die uns auf 4100 m Höhe brachte. Dabei fühlte ich mich wahnsinnig toll, denn ich bin anscheinend mehr wert als Ecuadorianer… Ausländer zahlen 8,50 $, Ecuadorianer 4,50 $ für die Seilbahn. 😀 Oben angekommen, fühlte es sich etwas komisch an, denn die Luft ist so dünn, dass man nur schwer atmen kann. Es ist ungefähr so, als wenn man nur bei jedem zweiten Atemzug Luft bekommt. Schneller gehen war anstrengend und rennen war nicht drin. Auch ist es recht staubig, denn es gibt keine großen Pflanzen, die den Sand bzw. die Vulkanasche zusammenhalten können, nur ein wenig Gras und Wiese wie auf den Bildern zu sehen.

Martina hatte leider nicht viel Zeit, denn ihr Flieger ging noch an diesem Tag. Wir genossen aber den Ausblick, der sich auf den Cotopaxi, auf Quito und in die Ferne bot! Auf ungefähr 4500m sind wir dann noch gewandert. Den Rest bis zum Gipfel will ich auf jeden Fall noch einmal bewältigen, wenn ich allein bin und mehr Zeit habe. Man braucht wohl 6 Stunden, um auf den Gipfel zu kommen, was auch nicht ganz ungefährlich sein soll.

Auch Deutsche waren unterwegs, leicht zu erkennen am starken Mundwerk und der professionellen Outdoor-Ausrüstung, die dann dazu verwendet wird, um Fotos davon zu machen und im Café der Bergstation zu sitzen und ein Stück Kuchen zu essen…

Martina und ich jedenfalls kraxelten auf ca. 4500m hoch, fanden die Aussicht einmalig, machten Fotos und fuhren nach 3 Stunden von 4100m wieder hinunter. Die Sonne ist auf dieser Höhe so intensiv, dass ich mich dreimal neu eingecremt habe und trotzdem Sonnenbrand bekam. Wie ein Grillhähnchen brutzelt man hier, bin aber, glaube ich, nicht so schmackhaft.

Das war wirklich ein schöner Tag! 🙂

  
  
  
  

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