Stadionbesuch

Freitag Abend war ich mit zwei ecuadorianischen Freunden und einem anderen Freiwilligen aus Deutschland beim Fußballspiel. Aucas : Mushuc Runa. Letzteres ist kein ecuadorianisches Gericht sondern Fußballclub der 1. Liga. 

Das Stadion von Aucas ist nicht weit von meiner Einsatzstelle entfernt, zu Fuß vielleicht 15 Minuten. 

Vor dem Stadion standen wir eine halbe Stunde nach Karten an, 3 Kassen für über 3000 Leute – clever. Mit 20 Minuten Verspätung kamen wir dann endlich herein, das Stadion füllte sich noch bis zur Halbzeit! 

Die Tribüne nur aus Beton, kein Dach, abgeblätterte Farbe, muffliger Geruch nach Zigarette – das ist noch waschechter Fußball – kein Vergleich zu den kommerzorientierten Stadien in Deutschland! Es roch nach Essen, denn im ganzen Stadion huschten Verkäuferinnen mit frisch Zubereitetem herum und man musste sich nur kurz bemerkbar machen, schon hatte man Brot mit Fleisch in der Hand. Ich glaube diese Verkäuferinnen sind die einzigen Frauen, die sich umdrehen und freuen, wenn Ihnen ein Mann hinterher pfeift! 😀 

Bier wurde nicht viel getrunken, aber angetrunkene fanatische Fußballfans gibt es überall – manchmal unterhaltsamer als die Partie an sich! 😀 Das Spiel wurde für mich zeitweise nebensächlich, viel passierte bei diesem 0:0 nicht. Die Verārgerung der Fans auf den Schiedsrichter äußerte sich – wie in der Bundesliga – mit lauten „Hurensohn“ Sprechchören – na zum Glück kann ich schon einige spanische Schimpfwörter, sonst hätte ich das nicht gewusst und eine Erklärung wäre vielleicht etwas peinlich gewesen … 😀 


    
   

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