Riobamba

Das vergangene Wochenende war aufgrund eines Feiertages um den Freitag verlängert und ich habe so viel erlebt, dass ich die Erzählungen etwas staffeln werde.

Zwei andere deutsche Freiwillige und ich hatten uns bei noch einer Freiwilligen an diesem Wochenende in der Stadt Riobamba, mit dem Bus ca 6 Std südöstlich von Quito gelegen, verabredet. Dort hat ihre Gastfamilie ein großes Haus, in dem wir mit schlafen konnten.

Also ging es am Donnerstagabend ab Quito mit dem Fernbus nach Riobamba. Gerade zu dieser Zeit lief das Spiel Ecuador gegen Argentinien, natürlich schauten alle Wartenden das Spiel auf den zahlreichen Röhrenfernsehern im Busterminal, sodass die Busse immer noch einmal jemanden schickten, um die vorwiegend männlichen Fahrgäste daran zu erinnern, dass sie doch bitte in den Bus steigen mögen. Im Bus war der Jubel riesig als Ecuador das 1:0 und bald darauf das 2:0 schoss. Beim Einsteigen musste jeder Fahrgast seine Fahrkarte wieder abgeben und dabei seinen Namen sagen. Da ich schon vorher die Erfahrung gemacht hatte, dass man sich mit der Schreibweise meines Nachnamens schwer tut, wandelte ich meinen Namen etwas ab. Aus Ferdinand wurde wie so oft Fernando und aus Heim wurde Casa, was auf Spanisch eben Heim oder auch Haus bedeutet.

Fernando Casa wurde bei seiner Ankunft dann von den Gasteltern der deutschen Freiwilligen in Riobamba abgeholt. Sehr sehr nette, gastfreundliche Menschen, die uns dann auch gleich Abendbrot anboten und mit uns die nächsten Tage planten.

Am Freitagvormittag liefen wir vier Deutschen durch die Stadt, vorbei an vielen kolonialen Bauten, gebratenen Spanferkeln, die auf der Straße verkauft werden und wurden dabei angeguckt, als ob wir von einer anderen Welt kämen. Nun ja, ganz falsch ist das ja nicht, denn Deutschland ist wirklich etwas ganz ganz anderes … 😀

Zum Mittag gab es reichlich zu essen, allerdings ohne Besteck. Der Fisch und die Kartoffeln wurden mit den Fingern verzehrt.

Gestärkt fuhren wir mit der ganzen Familie durch die Anden, weil sie uns dort Lagunen zeigen wollten. Hoch oben auf 3000m sammelt sich das Gletscherwasser und bildet so mit den Bergen eine atemberaubende Landschaft.

Da ich gefragt hatte, ob man in den Lagunen baden kann und zur Freude der Ecuadorianer immer wieder daran erinnert wurde, musste ich das dann durchziehen. Dort oben war es schön kalt, so 12 Grad vielleicht. Aber die Wassertemperatur untertraf noch einmal alles. Am Rand des Bergsees standen alle anderen und filmten, wie das deutsche Greenhorn im 50 cm tiefen Gebirgsbach planschte. 2 Minuten eisiges Wasser, dann war Schluss. Füße spürte ich nicht mehr, aber dafür das Schulterklopfen der anderen. 😀

   

  

  

  

  

    
    
 

Ein Gedanke zu “Riobamba

  1. Bine

    Lieber Fernando Casa, lange habe ich – urlaubsbedingt – nichts mehr kommentiert. Aber schon am ersten den ich las hatte ich wieder viel Freude…Nur den Selfie-Stick, den Du Dir jetzt offenbar zugelegt hast, hätte ich bei Dir nicht erwartet…:-)

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