Laguna Quilotoa 

Am Samstagmorgen fuhr ich mit dem Bus nach Latacunga, einer Stadt 89 km und etwa 1,5 Busstunden südlich von Quito. Dort stieg ich um, denn ich wollte zur Caldera Quilotoa, einem Vulkankrater auf 3500m Höhe, und einem Kratersee. Auf der Fahrt dorthin traf ich einen jungen Backpacker aus Australien. Man erkennt hier immer sehr schnell, wer nicht ein Einheimischer ist: Groß, weiß, farbige Klamotten, man erkennt sich eben unter „Gringos“!

Wenn ich auf die Frage, woher ich komme mit „Berlin“ antworte, reagierten alle jungen Leute, die ich bisher traf,  gleich: viel Bier und feiern kann man auch gut…

An der Lagune angekommen, trennten wir uns – der Australier wollte Fußball gucken und deshalb leider schnell zurück. So ging ich also erst einmal allein den gut ausgebauten, aber steilen Weg vom Kraterrand hinunter zum Wasser. Unterwegs traf ich einen Belgier – wie gesagt, man erkennt sich unter „Gringos“, die Frage ist dann nur, in welcher Sprache man sich anspricht. Meist erst einmal auf Englisch – am Akzent kann man ja dann erkennen, woher der andere kommt und ob man auf Englisch, Deutsch oder eben Spanisch weitermacht. Bei dem Belgier war es ein Mix aus allem, denn er ist Tourist in Ecuador, spricht aber deutsch, weil er 1978 in Deutschland stationiert war, und englisch weil er im Außenhandel tätig war, und spanisch auch etwas.

Auf dem Weg kamen uns viele Touristen entgegen, aber auch Einheimische mit Pferden, die eben diese Gringos transportierten… 😉 Nach einer Stunde tollem Ausblick und zum Glück gutem Wetter waren wir unten am Kratersee. Baden wollte ich nicht: 4 Grad waren mir dann doch diesmal zu kalt… ;-D

Die Tour wieder zurück aufwärts war um einiges anstrengender, aber zu meistern. Oben aßen wir noch Hamburger, bevor wir im „Taxi“ zurück nach Latacunga fuhren. Es stiegen noch drei andere deutsche Freiwillige zu, und so fuhren wir hinten auf der Ladefläche ca. 1,5 Stunden gemeinsam zurück bis Latacunga. Wenn auch nicht besonders gemütlich – eine lustige Angelegenheit war es, besonders in den Kurven oder bei Gefahrenbremsungen wegen der Tiere, die die Fahrbahn überquerten.

Mit drei Zähnen weniger und zwei Löchern im Kopf kam ich dann an. Spaß 😀

Auf dem Heimweg weiter bis Quito nahm uns der Fahrer einfach noch mit und platzierte uns vier auf der Rückbank der Fahrerkapsel. Von dort konnten wir wunderbar den Cotopaxi sehen, der vom Weg nur etwa 20 km entfernt lag! Mal sehen, ob er noch in der Zeit, in der ich in Ecuador bin, ausbrechen wird … 

 

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