Zwischenseminar Chiriboga

30.1.2016: Zwischenseminar
30.1.2016: Die ganze Freiwilligen-Gruppe beim Zwischenseminar
Da mein Freiwilligendienst unter anderem über die Bundesregierung und weltwärts finanziert wird, ist vorgeschrieben, dass eine bestimmte Anzahl von Seminartagen im jeweiligen Einsatzland absolviert werden. Als ich ankam in Ecuador, hatte ich schon nach einer Woche das erste . Das Zwischenseminar war jetzt nach 5 Monaten und das letzte wird ganz am Ende des Einsatzes sein.
Somit versammelte sich unsere gesamte Gruppe in Quito, dort blieben wir aber nicht, sondern fuhren zur Fundacion Chiriboga. Dies ist ein Naturschutzprojekt, mitten im Dschungel der „Sierra“ (wie das Gebiet der Anden in Ecuador heißt). Virginia und Carmen sind die Chefs dieses „Bauernhofes“ der zwei fest angestellte Arbeiter beherbergt, die sich um Kühe, allerlei Tiere und den Erhalt dieses Naturschutzgebietes kümmern.
Dort fuhren wir also gesammelt hin, bekamen gutes Essen, schöne Zimmer, am zweiten Tag warmes Wasser und genossen alle das Zusammensein als Gruppe.
Natürlich werteten wir auch unsere Erfahrungen mit der Schule und Gastfamilie aus. Dabei stellten wir fest, dass sich die Erlebnisse sehr ähnelten. Jeder hat so eine Klasse, die nicht gut mitmacht, es gibt immer ein paar Störenfriede, manche Lehrerkollegen schätzen die Arbeit mehr, andere weniger. Im Großen und Ganzen sind aber alle recht zufrieden, auch mit den Gastfamilien. Aber man merkt auch, dass ein kleiner Wandel in den meisten stattgefunden hat. Toleranter, offener, diplomatischer mit Konflikten, viele wissen jetzt mehr als vor ein paar Monaten, was ihre Prinzipien sind, auf welchen sie beharren möchten und wo man sich durchaus beugen kann und muss.
Wissen tun aber die wenigsten, wonach es nach dem Jahr hingehen soll , welches Studium, welche Stadt, das steht offen bei den meisten – komisch, Lehramt will von uns wahrscheinlich nur einer studieren! 😀

29.1.2016: Zwischenseminar
29.1.2016: Zwischenseminar
Am Morgen stand ich um 5 auf – Kühe melken. Da ich jeden Tag mindestens einen Liter Milch trinke, werde ich hier schon „ternero“ (Kalb) genannt. Also wollte ich mir einmal meine eigene Milch zapfen. Gesagt getan. So fing ich mir eine Kuh, ließ das Kalb ansaugen und dann hieß es: „O’zapft is!“ 😀
Schwer ist das ganze nicht, finde ich, nur sehr mühselig. Aber danach hatte ich meine warme Milch, das einzig hochprozentige im Dschungel! 😀

Nach dem Frühstück gingen wir auf eine 4 ständige Dschungeltour, um uns das Umland der Fundacion ein wenig anzugucken. Ein paar Jungen wurden mit Macheten ausgestattet, aber alle in Gummistiefel gesteckt. Die ca. 50 cm langen Messer benutzten wir um uns den Weg frei zu schlagen, der teilweise durch Lianen etwas versperrt war – aber auch um uns gegen wilde Dschungelbwohner zu verteidigen, die uns von Zeit zu Zeit überfielen! 😉 😀

29.1.2016: Zwischenseminar
29.1.2016: Urwaldtour
Feucht-warme Temperaturen begleiteten uns. Die Mücken bissen, die Lianen im Weg fielen zu Boden und wir stapften durch den feuchten und schlammigen Boden – immer weiter hinein. Spaß machte das, aber anstrengend war es eben auch.

Am letzten Tage kamen uns Studenten aus Quito besuchen. Fasching wollten sie mit uns feiern. Das hieß: sich mit Sachen nass machen, dann mit Erde einschmieren und obendrauf mit Eiern beschmeißen. Auch ’ne lustige Angelegenheit, die ich in Deutschland so noch nicht erlebt habe. Da zeigt sich wieder die Lockerheit der Ecuadorianer, denn obwohl wir nicht viel Zeit hatten, wurde geschmissen und eingeschmiert was das Zeug hielt. Schnelle Dusche im angrenzenden Fluss, danach frisch gefangene Fische zum Mittag und dann gings am Samstag Mittag wieder zurück.

30.1.2016: Zwischenseminar
30.1.2016: Bus verpasst!
Den Bus verpassten wir allerdings… und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns von Arbeitern auf der Ladefläche ihres Schweißerautos die drei Stunden bis Quito mitnehmen zu lassen … Aber wen stört’s?! 😀

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