Auf nach Kolumbien 

Da ich wegen Karneval eine Woche Ferien hatte, machte ich mich mit einer anderen Freiwilligen auf nach Kolumbien. Bis zur Grenze sind es 5-6h mit dem Bus. In der Nacht ist die Grenze geschlossen, weswegen wir in der Grenzstadt Tulcan (82.000 Einwohner) übernachteten.

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Am nächsten Morgen besichtigten wir den Friedhof Tulcans, wo wir auf bis zu 5m hohe Sträucher trafen, aus denen Figuren geschnitten wurden – die Hauptattraktion Tulcans, die 1936 von José Franco begonnen wurde und heute von seinen Söhnen fortgesetzt wird. Danach stiegen wir in eins der Sammeltaxis, die für den Transport zur Grenze bereitstehen.

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Mit den Kleinbussen wurden wir bis hinter die Grenze gebracht, wo die nächsten 12-Mann-Busse auf kolumbianischer Seite warten, die uns dann weiter zum größeren Busterminal in Ipiales brachten. Dort tauschten erst einmal Geld um. Aus 15 $ wurden 50.000 – na gut, nur Pesos , aber reich kamen wir uns damit vor.

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Die Grenzbrücke zwischen Ecuador und Kolumbien

Was aber nur 5 Minuten anhielt, bis wir für die Busfahrt in die 2h entfernte Stadt Pasto 15.000 Pesos hinblätterten … 😀 Pasto war damit die erste größere Stadt, die wir in Kolumbien besichtigten – wobei wir keine größeren Unterschiede zu mittelgroßen ecuadorianischen Gemeinden feststellten. Aber es gab viele Geschäfte, die Kleidung und Technik verkauften. Pasto gilt als so etwas wie Ostfriesland in Deutschland. Über die Pastusos werden genau solche Witze gemacht, um sich darüber lustig zu machen, wie zurückgeblieben dieser Teil des Landes doch ist. Dies rührt zum Beispiel daher, dass im spanischen Unabhängigkeitskrieg die Pastusos sich gegen eine Beteiligung entschieden und die Notwendigkeit einer Abspaltung des Landes von Spanien nicht einsahen. Wir trafen in Pasto aber auch auf viele Buchhandlungen, die unter anderem auch Werke deutscher Schriftsteller und Philosophen in ihren Regalen haben. Engels, Marx, von Schirach aber auch von Goethe und Schiller tummeln sich zwischen vielen spanischen und britischen Autoren. Auch Bücher des nationalsozialistischen Demagogen mit Flagge der heutigen Bundesrepublik auf dem Cover werden angepriesen … 

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