2 auf einmal

Gerade schreibe ich einen Artikel über das „Land nach dem Erdbeben“, schon erinnert uns die Mutter Natur daran, dass es kein vor und danach gibt. Heute Nacht wachte ich um 2.58 Uhr Ortszeit auf, weil die Erde bebte – und das nicht gerade sanft. 6,7 auf der Richterskala, Epizentrum wieder an der Küste nahe Esmeraldas. Ich bekam einen großen Schreck, rannte raus und sah, wie die Nachbarn ebenfalls das Haus verließen. Wir warteten ungefähr eine halbe Stunde und legten uns dann wieder zu Bett. Im Internet las ich am Morgen, dass es ungefähr ein Dutzend Nachbeben gab, alle so mit einer Stärke von 3,0 bis 4,0.

In der Schule lief alles normal, bis um 11.46 Uhr Ortszeit wieder die Glocken läuteten und alle Schüler panisch auf den Schulhof rannten. Dort wurden sie aber von den Lehrern beruhigt, versammten sich Klasse für Klasse, dann wurde durchgezählt – alle da! Diesmal 6,2 , ebensfalls Epizentrum an der Küste.

Am Abend guckte ich noch einmal die Nachrichten, im gesamten Tagesverlauf gab es ungefähr 30 Beben, alle halbe Stunde, von denen man aber nichts mitbekommt.

Die Erdplatten kommen nicht zur Ruhe und ich denke, dass ich in den restlichen drei Monaten noch einige Erdbeben erleben könnte. Die Menschen gehen hier normal damit um, haben zwar Angst, aber ich habe das Gefühl, es wird zum Alltag und eine halbe Stunde später ist die Tratscherei über Nachbarskinder wieder wichtiger als das Erdbeben…

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