Aufstieg Pichincha

 

Nun also doch, Aufstieg! Hausberg von Quito, bzw Vulkan, zweimal schon am Fuße aber noch nie bezwungen. Das hat mich gewurmt. Also passte es ganz gut, dass mich drei andere Freiwillige aus Ecuador besuchen kamen und wir gemeinsam das Ziel absteckten, den Pichincha zu bezwingen. Früh morgens zogen wir los, das Wetter spielte leider nicht so richtig mit. Es war bewölkt, sodass wir die Aussicht von oben auf Quito erst einmal nicht genießen konnten. Aber das war uns relativ egal, denn wir waren nicht gekommen, um den Ausblick zu genießen, sondern um auf den verdammten Gipfel zu klettern! Also machten wir uns nichts draus und gingen schnurstraks in Richtung 4697m. Wir waren die ersten in der Seilbahn, die uns auf die Anhöhe brachte, gut vorbereitet und gewillt, schnell oben anzukommen. Die anderen Freiwilligen kommen aus flacheren Gebieten,  ich bin der einzige, der täglich auf Zugspitzenniveau mit 3000m wohnt. Aber trotzdem machte uns allen der Anstieg zu schaffen, sodass wir oft verschnaufen mussten, dabei tranken und Kleinigkeiten wie Bananen aßen. Erst hohes Gras, später säumten nur noch Flechten und vereinzelt Hartlaubgewächse den Wegesrand. Es war recht kühl, aber durch die Anstrengung schwitzten wir. Immer weiter. 1 Stunde. 2 Stunden.  Es kamen unbefestigte Wege und Felswände, die es dann zu erklimmen galt. Wir hatten es vielleicht etwas unterschätzt, insbesondere die dünne Luft und obendrauf die Steigung. Selten kamen uns andere Wanderer entgegen, um immer die gleiche Frage „Wie weit ist es noch?“ zu hören. Die Amplitude der gegebenen Antworten reichte von „Seit quasi schon da, 3 Minuten“ , bis hin zu „Noch so 45 Minuten“. Diese beiden verschiedenen Antworten wurden uns innerhalb von 5 Minuten gegeben. Naja vielleicht ist es ja die Höhe… Nach 3 Stunden waren wir dann aber auch endlich oben angelangt. Endlich! Auf dem Gipfel begrüßte uns ein Wanderer mittleren Rentenalters der uns erzählte, dass er jede Woche einmal hier hoch geht, so um ein bisschen in Form zu bleiben. Oh man. 😀 Die Form die er halten will, streben wir nicht einmal an! Aber das war uns egal, wir waren oben , das zählte! 4796m, GEIL! FETZT!

PS: Auf dem Rückweg erlaubte ich mir den gleichen Spaß und erzählte die wüstesten Storys über den weiteren Weg. Die erschrockenen Gesichter, das „zum-Mann-Gedrehe“ mit fragendem Blick als wolle man ausdrücken „Nein das schaffen wir niemals, lass uns umdrehen!“ – das macht Spaß! 😀 😛

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s