Die Zahnärztin in der Pablo-Neruda-Schule

Die häufigsten Antworten lauten „Gut“, „Sehr gut“, „gut, weiter so!“  oder „Wie heißt du?“ – letzteres bedeutet nichts Gutes, denn dann wird ein Termin vereinbart. Diese Antworten kommen aus dem Munde der Zahnärztin der meiner Schule „Pablo Neruda“.
Sie hat ein kleines Behandlungszimmer neben dem Lehrerzimmer und überprüft jeden Tag die Klassen beim Zähneputzen.
Jede Klasse hat in Ihrem Stundenplan vermerkt, wann sie die Waschbecken auf der Schultoilette dafür benutzen sollen, damit jeder mit seiner eigenen Zahnbürste und seinem Becher dort die Zähne putzen kann.
Es ist wohl eine der wenigen Schulen in Ecuador, die den Luxus haben, dass tagtäglich eine Ärztin vor Ort ist.
Sie sagte mir, dass sie sehr froh sei, mit Kindern arbeiten zu können – weil man bei denen noch viele Sachen richten kann, anders als bei Erwachsenen. In der Schule haben viele Kinder Karies, bei ca. einem Zehntel sieht man die braunen Milchzähne. Die müssen dann manchmal gezogen werden, Anästhesie gibt es leider aber oftmals nicht ausreichend, weil nicht geliefert wird. Aber es sind zum Glück nur Einzelfälle, der Großteil der Kinder hat dank des täglich organisierten Putzens Zähne – fast so weiß wie auf den Zahnpastatuben.

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