Galapagos Tag 6 – „Sierra Negra“

Die gesamten Inseln von Galapagos sind vulkanischen Ursprungs.
Das wollten wir auch erkunden und da man wegen des Naturschutzes fast ausschliesslich über Guides an diese Gebiete kommt, buchten wir am Vorabend eine Tour zur „Sierra Negra“. Auch wollten wir nicht immer nur mit Schildkröten und großen Fischen um die Wette tauchen – wurde langsam langweilig. 😉 😀
Die Insel Isabela ist die größte der Inselgruppe und die, mit den größten Vulkankratern. Mit aktiven Vulkanen -wohlgemerkt. Nach einer Stunde Autofahrt wanderten wir in dichtem Nebel auf ca. 1000m Höhe einen schmalen Pfad entlang in Richtung „Sierra Negra“ (Schwarze Wüste).  Unsere Reisegruppe bestand aus sehr visionierten Wanderern, die im Gegensatz zu uns mit Ausrüstung bestückt waren, mit der wahrscheinlich auch Reinhold Messner unterwegs ist. Helen und ich waren dagegen in Hemd und Turnschuhen hoffnungslos unterlegen… Aber das machte nichts aus, denn so schweres Gelände war es nicht. Am großen Vulkankrater von „El Chico“ („der Junge“) angekommen, hatten wir keinen guten Blick auf den Krater mit 12 km Durchmesser, denn der Nebel versperrte die Sicht. Also weiter, unser Guia hatte wohl nicht nur einen Hornissenschwarm im Allerwertesten… So rannten wir erst durch dichtes Gebüsch, das sich dann aber als eine beeindruckende Vulkanlandschaft entpuppte. So weit das Auge reichte, kaum Vegetation. die Sierra negra machte ihrem Namen alle Ehre wert. Das schwarze Gestein, die im Fluss erstarrte Lawa, die nun von oben brutzelnde Sonne und dazu gute Laune – herrlich. Helen und ich ließen uns immer wieder etwas von der Gruppe abfallen, auch wenn das eigentlich streng verboten ist, aber so konnten wir die Wege für uns gehen und hatten noch einmal etwas mehr Abenteuer. 🙂
Diese Landschaft habe ich in dieser Form ebenso noch nicht gesehen, obwohl sie vielleicht etwas mit Lanzarote, dem dortigen Timanfaya Nationalpark vergleichbar ist.
Auf dem Rückweg sahen wir auch noch einmal den Krater von „El Chico“ in seinem gesamten Ausmaß. Uns wurde gesagt, dass er ungefähr alle 20 Jahre  ausbricht und im Innern immer noch brodelt. Der nächste Schub wird für 2025 erwartet. Im Vergleich mit einem Ei ist die Erdkruste nicht einmal so dick wie die Eierschale, darunter brodelt schon das tausende Grad heiße Gestein,  daran wurden wir an diesem Tage eindrucksvoll erinnert ..  !

Fotos: Helen Barbara

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