Atacames Familie

Aufgrund der Weltwärts-Regelung, dass die Freiwilligen 11 Monate arbeiten und danach einen Monat frei haben, musste ich noch mal 3 Wochen an der Küste arbeiten gehen. Ecuador unterteilt sich in die drei Regionen, Amazonia (Amazonas Gebiet) , Sierra (Anden) und Costa (Küste) und diese drei Regionen haben in unterschiedlichen Zeiträumen ihre Sommerferien, und da sie in Quito (Sierra) früher beginnen, hätte ich mein Arbeitspensum nicht erfüllt.
In Atacames gibt es aber keine zwei starken Frauen Namens Virginia und Carmen, bei denen ich ja 10 Monate wohnte, sondern ich zog nun doch noch einmal in eine Gastfamilie wie ich es mir vorgestellt hatte!
Zusammen mit einem anderen Freiwilligen namens Lorenz (auch ehemaliger Englischlehrer aus Riobamba, Sierra)  zog ich also drei Tage nach meiner Rückkehr aus Galapagos in einen küstenüblichen Haushalt ein.
Ich freute mich wahnsinnig darauf, auch diese Erfahrung noch machen zu können. Kein fließend Wasser, eine Wassertonne mit Schöpfkelle zum Duschen und Spülen in der Toilette, jeden Tag Kleinkinder um einen herum, Mückennetz zum Schlafen und vieles mehr stellten einen großen Unterschied zu meinem Leben in Quito dar, womit ich aber keinerlei Probleme hatte – im Gegenteil.
Lorenz und ich teilten uns ein kleines Zimmer, wobei wir unsere Koffer aufgrund der kurzen Zeit aber auch gar nicht wirklich auspackten, sondern eher daraus lebten, was sich später in der Ordnung des Zimmers zeigte.
Gastgeschwister hatten wir zu unserer Freude auch, Johannes, Lian, Tissiano, Elisa, Joanna und Kayna sorgten dafür, dass im Hause immer was los war. Dazu kam ein vier Monate alter Hund, der noch eher die Funktion des in die Gegend pinkelnden Kuscheltieres hatte…
Die Familie komplettierten Mutter Yessenia von Tissiano, Johannes, Lian und Kayna, Angelica, die Mutter von den beiden älteren Joanna und Elisa (und Schwester von Yessenia) sowie der Vater Hector und die Oma Dunia. Das waren jetzt viele Namen und wir waren uns erst nach den 3 Wochen sicher, welcher Name zu wem gehört! 😀
Wir fühlten uns sehr wohl in der Familie, hatten viele Freiheiten, bekamen immer das Essen auf den Tisch gestellt und das Beste war: Abwaschen mussten wir nie! 😀

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