Galapagos Tag 3 – Santa Cruz

Auch am dritten Tag unserer Reise auf den Galapagos Inseln schliefen wir nicht aus – viel zu wertvoll schien uns die Zeit, als das man sie verschlafen könnte!! Wir hatten uns vorher schon gut informiert, was man alles sehen und erleben kann und so packten wir unsere Badesachen und machten uns auf den Weg zu „Las Grietas“, einer Felsspalte nahe der Stadt Puerto Ayora, in der wir auch unser Hotel hatten. Wir fuhren mit dem Boot auf die gegenüberliegende Seite und liefen dann auf einem Holzweg ca. 3 km zu unserem Ziel für den Vormittag. Unseren Weg aus Vulkangestein säumten unzählige Kakteen, die aufgrund der Größe und Dicke der Stämme mehr an Bäume erinnerten. Wir kamen auch an einem Salzsee vorbei bevor wir nach ca einer Stunde Fußmarsch an der Felsspalte ankamen. Ich sprang sogleich ins Wasser und konnte große Fischschwärme , die noch ruhiger als am vorherigen Tag an mir vorbeischwammen, beobachten. Wir hatten Glück, denn wir waren mit Abstand die ersten und so hatten wir diesen wunderschönen Ort in der morgendlichen Sonne, die von oben in die Felsspalte schien, für uns allein!
Mittags waren wir zurück in der Stadt und nahmen dort sofort ein Taxi, dass uns ins Hinterland der Insel brachte. Die Fahrt ging 40 Minuten an kleinen Siedlungen vorbei, bis wir auf einem Pfad zur Ranch „El Chato 2“ kamen. Das ist das Zuhause der Riesenschildkröten. Auf dem gesamten Gelände ernähren sie sich von der Frucht Guayaba, die dort in großen Mengen wächst. Sehr schmackhaft und vielleicht ein bisschen mit Maracuya vergleichbar. Seit Jahrhunderten leben die riesigen Tiere auf diesem Gebiet, nicht nur, aber hauptsächlich. Und so schleppen sie ihre schweren Panzer über die Erde, hin zu nächsten Frucht. 1,5 m Durchmesser, 50cm hoch –  es gucken nur der im Vergleich winzige Kopf und die Füße raus. Man stört sie nur, wenn man näher als 1 m an sie herantritt. Ansonsten haben sie ja schon sehr viel erlebt und mich beeindruckte die Vorstellung, dass einige 180 Jahre alt sind und damit bereits zur Zeit der Märzrevolution 1848 auf der Insel ihre Früchte aßen und einige von ihnen werden mich mit Sicherheit überleben… Ich stellte mir die Frage, ob sich vielleicht eine bei meinem nächsten Besuch mit meiner zukunftigen Familie an den erinnert, der mit seiner Kamera einige Minuten vor ihrer Nase rumgefuchtelt hat? 😃
Im Anschluss fuhren wir mit unserem persönlichen Taxifahrer für diesen Tag Carlos zu den „gemelos“ („den Zwillingen“). Zwei Vulkankrater die zugewachsen waren und uns noch einmal an den vulkanischen Ursprung der Inseln erinnerten.
Am Abend gönnten wir uns nach diesen beiden erlebnisreichen Tagen in der Essmeile der Stadt einen frisch gefangenen Fisch („Pescado Brujo“).
So einen zarten Fisch aß ich selten und ich fühlte mich an die Floßtour mit meinen Eltern und Brüdern in Schweden erinnert, bei der wir einen Hecht fingen und sogleich zubereiteten. Zu großen Abenteuern gehört vielleicht ein zarter, frisch gefangener Fisch … 😉

Fotos: Helen Barbara

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