Galapagos Tag 4 – Insel Isabela – Los Tuneles

Am frühen Morgen ging es mit dem Boot von Santa Cruz nach Isabela, denn wir hatten bereits am Abend die nächste große Tour bei der Reiseagentur unseres Vertrauens gebucht. Beim Inselhopping fährt man mit kleinen Schnellbooten mit ca. 35 Personen 2 Std zwischen den großen Inseln umher. Vorher wird man am jeweiligen Hafen der Insel gut duchgecheckt, damit keine Steine, Sand, Lebewesen oder was sonst noch die jeweils unterschiedliche Flora und Fauna der einzelnen Inseln zerstören könnte.
Als wir auf Isabela ankamen, waren wir fasziniert vom Hafen. Es empfing uns ein Holzsteg in türkisblauem Wasser und nicht, wie auf den anderen Inseln, ein großer Betonklotz. Robben lagen auf den Bänken und so mussten eben die Menschen stehen, ganz einfach. Aber das störte keinen, sondern alle schwatzten munter drauf los.
Wir hatten aber gar nicht viel Zeit, um das alles auf uns wirken zu lassen, sondern fuhren sogleich per Taxi zum Hotel, packten sie Sachen und standen schon wieder im Hafen.
Los gings zur nächsten Tour – Los Tuneles. Es war wieder eine kleine Gruppe – diesmal mit US-Amerikanern, Italienerinnen und Mexikanern und wir freuten uns auf den Tagestrip. Der Reiseleiter und Biologe Juan Carlos wollte von jeder Nation ein Lied vorgesungen bekommen – den anderen war als einziges Lied aus Deutschland „Ihr Kinderlein kommet“ bekannt, also wurde das geträllert. 😀
Nach einer Stunde kamen wir an und ich merke gerade, dass es mir schwer fällt, diese Landschaft zu beschreiben, denn ich habe etwas Vergleichbares noch nie gesehen. Es war wie ein großes Gebiet von kleinen Schluchten, etwas vorgelagert, begrenzt mit Vulkangestein und innen glasklares Wasser wie in einem Pool wo man bis zum Grund gucken konnte.
Wir fuhren mit dem Boot hindurch und ab und zu grüßten Pinguine, Robben und Blaufußtölpel von den kleinen Inseln. Wir gingen an „Land“, machten Fotos und sahen dabei Meeresschildkröten von oben, wie in einem Aquarium.
Nach einem kleinen Mittag ging es noch zu einer anderen Stelle. Dort zogen wir den Neopren-Anzug an und schnorchelten im Wasser.
Wir hatten Glück, dass wir einen Guide hatten, denn sonst wäre die ganze Gruppe planlos herumgepaddelt. So konnte jemand suchen, der Erfahrung hat, uns dann dort hinholen und darauf achten, dass wir uns entsprechend verhalten. Er gab uns ein Zeichen, wenn er eine Schildkröte entdeckte und dann schwamm die ganze Gruppe dorthin. Ganz im Gegensatz zu uns war die Meeresschildkröte am Grund und versuchte, sich etwas im Dickicht zu verstecken. Der Panzer mit ca. 1,5m Durchmesser passte – wie schon bei den Landschildkröten – nicht zur Proportion des viel kleineren Kopfes, aber die Augen waren um einiges größer, hatte ich das Gefühl.
Bald darauf kam auch schon das Zeichen, dass Haie in Sicht waren. Es hielten sich drei am Meeresboden auf, sie schienen uns nicht besonders zu beachten. Bisher hatte ich solche Lebewesen nur in Filmen und auf Fotos gesehen und starrte jetzt voller Ehrfurcht auf diese Tiere.
Immer weiter beobachteten wir große bunte Fische, Haie, die unter einem hindurch schwammen, Schildkröten, die sich beim Essen nicht stören ließen und kleine Seepferdchen. Atemberaubend.
Nach 1,5 Std war dann wieder Schluss, der Pazifik ist hier ziemlich kalt. Auf der Rückfahrt in der nachmittaglichen Sonne konnten wir noch einmal über all das nachdenken, was wir so gesehen hatten …. verarbeiten werde ich es sicher erst mit der Zeit … 🙂

PS: Die Fotos sind nicht bearbeitet! 🙂

Fotos: Helen Barbara

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